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Ein sog. Aquascape, also auf deutsch ein Natur- oder Landschaftsaquarium aus der Not heraus? Was hat man darunter zu verstehen?

Na ja, dass alte Aquarium wies kürzlich und ohne irgend ein Vorzeichen plötzlich einen Riss auf und nachdem zunächst kein Wasser austrat, war im Rahmen eines vorauseilenden Gehorsams ein neues Aquarium dringend erforderlich.

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Altes Aquarium

Als Anhänger einer "kostenbewußten Aquaristik" wurden sodann alle möglichen Angebote verglichen, vorhandenes Equipment gesichtet und auf Tauglichkeit überprüft. Leider hatte ich auch keine Möglichkeiten auf gebrauchte Aquarien zurück zu greifen, da ich die Festtage zum Jahresende 2009 nicht auf einer Baustelle verbringen wollte und etwas unter Zeitdruck geriet. Zunächst mussten Ausweichquariere für meine vielen Aquarienbewohner gefunden, bzw. geschaffen werden.

Gottlob verfüge ich über eine recht stattliche Anzahl geeigneter Behälter, die nunmehr zur Unterbringung der Fische und Pflanzen dienen konnten.

Ein tolles Angebot in der örtlichen Werbepresse konnte sodann in Anspruch genommen werde. Meine Wahl fiel auf eine recht ansprechende und auch preiswerte AQ-Komination bestehend aus 300 Liter Becken mit aufgeklebter Wasserstandsblende und 4 x 39 Watt T5 Beleuchtung/Abdeckung mit einem dazu passenden Unterschrank. Leider war es der Anbieterin, einem in Koblenz angesiedelten Gartenmarkt, dann leider nicht möglich, mir das gewählt Becken im Ladengeschäft einmal anschaulich zu machen. Zumindet wurde mir das Öffnen der Verpackung mit den wenig freundlichen Worten "da könnte ja jeder kommen" und "dass können wir dann doch nicht mehr verkaufen" nicht ermöglich. Etwas frustiert verließ ich daraufhin diesen Gartenmarkt mit den Worten "Achtung Kunde droht mit Auftrag und ich kaufe doch keine Katze im Sack" und begab mich zu dem Filialgeschäft dieser Kette in Neuwied.

Dort angekommen wurde mir auf meine Frage nach diesem entsprechenden Angebot wie folgt geantwortet. "Ja gerne, dass haben wir auf Lager, möchten Sie sich das Becken einmal ansehen". Top dachte ich und lies mir das Becken zeigen........total begeistert von dem dort wesentlich zuvorkommenderem Personal entschied ich ............gekauft und heim mit dem Teil.

Der Aufbau des Unterschrankes war an sich recht einfach.......IKEA-Prinzip halt. Leider stellte sich nachdem Abbau des alten Aquariums (auseinanderschneiden mangels Tragehelfer) heraus, dass der Standort und insbesondere die Rauhfasertapete in den letzten Jahren doch etwas gelitten hatte. Kurz entschlossen, die Tapete muss runter und eine neue dran. Gesagt getan, einige Tage, Arbeitsstunden und Baumarktbesuche später war der Raum bereit das neue Aquarium aufzunehmen. Doch Stop........was soll den nun da rein?????

Ich erinnerte mich sodann einen tollen Vortrag anläßlich des diesjährigen Aquaristik-Terraristik-Treff des VDA-Bezirks 15 zum 50. Jubiläum unseren Vereinfreunde Siegerland und an den äußerst gelungenen Vortrag von Oliver Knott zum Thema Naturaquarien.........so etwas.....das wär es doch und was die Profi´s können kannst Du auch!!!

Zunächst hatte Oliver Knott in diesem Vortrag eine recht ansprechende Art zur Gestaltung des Aquarienhintergrundes mit baumarkttypischen Klebefolien vorgetragen und da ich auch die handelsüblichen Rückwände mit Pflanzendarstellungen, ehrlich gesagt potthässlich finde, sprach mich diese Art der Rückwandgestaltung nachdrücklich an.

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Halbtransparente Klebefolie

 

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Klebefolie auf der Rückseite des AQ

Des Weiterem wurde sodann das neue Aquarium an seinem "neuen/alten" Standort platziert (ohne Sonnenlichteinfall). Die Technik Filter, CO²-Anlage mit Ph-Kontrolle und Druckgasflasche sowie CO²-Diffusor (Ebay-Ersteigerung aus Singapur!!!), Filter, Heizer und Leitungen wurden eingebaut. Hier möchte ich dieses mal ausdrücklich einmal auf die Verwendung einer Bodenheizung verzichten. Mal schauen wie sich die Pflanzen dann entwickeln. Die Gestaltung des sog. Layouts konnte beginnen.

 

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Technikeinbau 1

 

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Aquarium mit Aufposterungen der Bodenscheibe als Schutz vor beabsichtigten punktuellen Belastungen durch Steinaufbauten

Die Bodenscheibe habe ich zu Schutz der unteren Glasscheibe mit 3cm starkem Styrodur ausgelegt und im mittleren Bereich der als Standort einer Wurzel dienen sollte wurde eine nochmalige Erhöhung um weitere 3cm vorgenommen. Kleiner Nebeneffekt dieser "Mogelpackung".......man benötigt erheblich weniger Bodengrund!!! Nachdem das Polster eingepasst war, wurde die Wurzel die eigentlich aus 2 separaten roten Mangrovenholzwurzel besteht, mittels nichtrostenden Edelstahlschrauben miteinander verbunden und daraufhin mit Kabelbindern an einer flachen jedoch nicht minderschweren Schieferplatte befestigt, die diese Kostruktion zumindest in den ersten Wochen am Grund halten soll. Die Wurzeln waren selbstverständlich von mir zuvor ausreichend gewässert und auch im Backofen termisch vorbehandelt worden. Die Wurzel wurde eingesetzt, Steine (Granitgestein aus einem Baumarkt) wurde platziert und eine ca. 2-4-cm dicke Schicht aquaristischer Bodengrunddünger wurden eingebracht.

 

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Aquarium nach dem Einbringen der Grundeinrichtung und der Bodengrunddüngerschicht.

Danach wurde diese Bodengrunddüngerschicht mit einem Bodengrund aus dem Fachhandel abgedeckt, die ich in Ihre Erscheinung und Konsistens schon lange gesucht hatte. In der Vergangenheit habe ich mir eine Vielzahl verschieder Bodengrundarten angesehen, die entweder mit Kunststoffen überzogen waren (unnatürlich glänzten) oder die so aussahen, als ob sie aus einem sterilen Operrationssaal (Kiesgrube) stammen würden. Ich war jedoch immer auf der Suche nach einem Bodengrund der möglichst natürlich und feinporig in Erscheinung treten sollte. Die üblichen Kiesmischungen schieden hierbei von vorne herein aus. Hier mal ein kleiner Wink an die Industrie.......meine Aquarien laufen regelmäßig über ein Jahrzehnt mit dem selbsen Bodengrund, so dass ich den Aspekt der gut zu reinigenden Kiese nicht nachvollziehen kann, aber es soll ja auch Aquarianer geben die jeden zweite Woche den Bodengrund auswaschen.....na ja, wem´s gefällt.......den Pfanzen und den Fischen sicher nicht. Den Bodengrund habe ich übrigens bei einem Hersteller aus dem südlichen Rheinland-Pfalz gefunden, der Deutschlandweit alle möglichen aquaristischen Zubehörteile vertreibt und der im gegensatz zu vielen anderen Hersteller, einen Bodengrund nicht zu Goldpreisen vertreibt! Nach meiner Auffassung muss es nicht immer der Bodengrund aus Japan sein, zumal man als Aquarianer auch einmal an die Umweltbilanz solcher Importware denken sollte und Bodengrund mit einem vulkanischen Ascheanteil oder lapilliartigen Erscheinung erhält man auch in Deutschland.......wahrscheinlich jedoch kann der Fachhandel damit aber auch nicht so viel Geld verdienen....Denkt mal darüber nach...!

 

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Weiter wurden bereits in meinem Besitz befindliche Pflanzen (Crypotocoryne wentii braun -tropica-, Javafarn -Microsorium pteropus-, Javamoos -Taxiphyllum barbieri ehemals Vesicularia dubyana- , Süßwassertang -Lomariopsis lineata-, Phönismoos -Fissidens fontanus- und einige Echinodorus (orisis, rubra und mayor) und kleinbleibende Sagitaria eingesetzt. In den nächsten Wochen sollen noch einige Pflanzen von Hemianthus callitrichoides - Kuba-Perlkraut- und Utricularia graminifolia als eigentliche Bodendecker folgen. Die Pflanzen sind bestellt, können jedoch wegen den derzeitigen Minusgraden nicht vom Händler verschickt werde.

Wie gesagt, die Lücken im Vordergrund werden in den nächsten Tagen durch die o.g. bestellten Pflanzen noch verschwinden und die Beleuchtungsdauer werde ich dann auf 8-10 Stunden erhöhen müssen.

 

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Aquarium am 20.12.2009 vier Tage nach dem befüllen....ohne Fische!!!

In den kommenden Wochen werde ich an dieser Stelle gerne einmal immer wieder Info´s über den Fortschritt oder auch eventuelle Rückschritte berichten.

Sehr würde ich mich über Anregungen, Bedenken und auch Ratschläge u.a. auch in unserem Gästebuch freuen.

Liebe Grüsse Euer Roger F. Theisen

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